Um die neue Nachhaltigkeitsstrategie fest in der Organisation zu verankern, hat Sika ein Netzwerk von Nachhaltigkeitsexperten für Produkte, Systeme und Lösungen sowie für die Produktion in den einzelnen Regionen geschaffen. 2013 begann das Netzwerk mit der Ideenfindung und der Planung von gesellschaftsübergreifenden Massnahmen. Zudem wurden sämtliche internen Anspruchsgruppen über die neue Nachhaltigkeitsstrategie informiert. 2014 werden alle Mitarbeitenden in die weitere Planung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsmassnahmen mit einbezogen.

Standards und Compliance

Sika hat 2013 den Code of Conduct - der für alle Mitarbeitenden gilt - unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit überarbeitet. Der Verhaltenscodex hält unter anderem fest, dass Sika Korruption, Bestechung und die Verletzung von Menschenrechten unter keinen Umständen toleriert. Es besteht kein Verhandlungsspielraum, wenn es um Verletzungen des Codes geht. Integrität, ethisches Handeln sowie gesetzes- und prinzipienkonformes Verahlten sind das Fundament, auf dem der hervorragende Ruf von Sika aufbaut. Darauf zählen die Kunden, aber auch die anderen Stakeholder, allen voran die Aktionäre und die Mitarbeitenden von Sika. Der Code of Conduct ist in den wichtigsten Sprachen erhältlich und von jedem Mitarbeiter unterzeichnet worden.

Das leitende Management der einzelnen Tochtergesellschaften hat die Aufgabe, die Einhaltung des Code of Conduct sowie aller relevanter Gesetze und Standards sicherzustellen. Dazu muss die Führung ein internes Kontrollsystem betreiben und die Resultate von Prüfungen und Inspektionen kritisch beurteilen. Darüber hinaus kommt dem Management eine Vorbildfunktion für ethisches Handeln zu.

Auch bei der Lieferkette übernimmt Sika Verantwortung. So hat der Konzern 2013 den Supplier Code of Conduct angepasst. Damit ist sichergestellt, dass die Lieferanten über die ethischen, ökologischen und sozialen Erwartungen und Richtlinien von Sika informiert sind.

Inspektionen und Audits

Audits und Inspektionen sind zentrale Elemente des umfassenden Managementsystems von Sika. Sie liefern dem Management auf den Stufen Konzern, Region und lokale Gesellschaft eine periodische und unabhängige Einschätzung, ob alle Aktivitäten den behördlichen Anforderungen sowie den internen Richtlinien, Prinzipien und den Vorgaben des Risikomanagements entsprechen. Damit stellen die Audits und Inspektionen die Wirksamkeit der entsprechenden Prozesse und Kontrollen bei Sika sicher. Der Auditprozess ist zentral organisiert. Die Konzernleitung wird regelmässig über die Planung der Prüfungen und deren Resultate informiert. Im 2013 wurden bei Sika insgesamt 110 Audits durchgeführt und wo nötig entsprechende Verbesserungsmassnahmen umgesetzt. Dabei deckten die Audits die Geschäftstätigkeit von Sika umfassend ab, mit den Themen Qualität, Umwelt, Sicherheit, Gesundheit, Risiko, Technologie, Compliance, IT-Sicherheit, Lieferanten und Produkte.

Um zu gewährleisten, dass auch die Lieferanten die behördlichen Bestimmungen und Arbeitsstandards einhalten, verlangt Sika von ihnen Selbsteinschätzungen und führt Lieferantenaudits durch. Häufig wird Sika als Lieferant von grossen Kunden - insbesondere aus dem Automobil- und Industriebereich - überprüft. Diese wollen damit die Einhaltung internationaler Arbeitsnormen und Standards in den Bereichen Qualität, Umwelt, Sicherheit und Gesundheit sicherstellen.

Einbezug der Anspruchsgruppen

Das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung kann kein Unternehmen für sich allein erreichen. Sika bezieht deshalb die Anspruchsgruppen mit ein, wie z.B. Mitarbeitende, Kunden, Lieferanten, Aktionäre, Behörden, Regierungen oder Verbände. Beim Ausarbeiten der Nachhaltigkeitsstrategie hat Sika die bedeutendsten Anspruchsgruppen befragt, was für sie die wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen sind. Die Auswahl der strategischen Nachhaltigkeitsziele basiert damit sowohl auf einer externen als auch auf einer internen Sicht.

Nachhaltigkeit der Produkte

Die praktische Umsetzung des Mottos "We give more than we take" erfordert fundierte Daten darüber, welche Auswirkungen die Herstellung der Produkte verursacht und welchen Nutzen die fertigen Produkte stiften. Sika hat dazu 2013 gemäss dem internationalen Ökobilanz-Standard ISO 14040 Lebenszyklusdaten für die Produkte, Technologien und Anwendungen erhoben. Die Daten hat das Unternehmen in einer neu aufgebauten Referenzdatenbank eingetragen. Diese ermöglicht es Sika, bei der Entwicklung von neuen Produkten und Lösungen deren Nachhaltigkeit mit jener bestehender Angebote zu vergleichen. Ausserdem hat Sika im 2013 Datenbanken zur Produktsicherheit eingeführt. In diesen sind die regulatorsichen Anforderungen und die Angaben zur Anwendungssicherheit der einzelnen Produkte eingetragen.