08/03/2026
Zum Internationalen Frauentag werfen wir einen Blick in das Labor von Sika. Dort arbeiten Giulia Eckert, Lehrling im Bereich Labortechnik, und ihre Ausbildnerin Nadine Sonderegger, Leiterin Forschung, Entwicklung und Qualitätssicherung, eng zusammen.
Zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen – verbunden durch ihre Begeisterung für Naturwissenschaften und ihre Arbeit in der Baustoffchemie.
Vom Lehrling zur Führungskraft
Während Giulia Eckert erst am Anfang ihres Berufswegs steht, bringt Nadine Sonderegger bereits jahrzehntelange Erfahrung mit.
Giulia startete im April 2023 ihre Lehre als Labortechnikerin und wird diese voraussichtlich im Herbst 2026 abschließen.
Auch Nadine begann ihren Weg im Labor – ebenfalls mit einer Lehre bei Sika.
„Vor fast 25 Jahren, nach meiner Matura, begann ich eine Lehre als Labortechnikerin Chemie mit verkürzter Lehrzeit. Unsere Produkte habe ich während meiner Lehrzeit von Grund auf kennengelernt: von den Rohstoffen über Zwischenprodukte bis zum Endprodukt mit sämtlichen Kontrollprüfungen“, erzählt Nadine Sonderegger.
Heute leitet sie den Bereich Forschung, Entwicklung und Qualitätssicherung in Innsbruck.
Interesse an Naturwissenschaften als gemeinsame Basis
Für beide war das Interesse an Naturwissenschaften der wichtigste Grund für ihre Berufswahl.
„Ich habe mich schon immer für die Chemie interessiert“, sagt Giulia Eckert.
Dass technische Berufe oft noch als Männerdomäne gelten, spielte für sie persönlich kaum eine Rolle.
„Ich habe es nie richtig als Männerdomäne empfunden, da wir in der Berufsschule hauptsächlich nur Mädels sind. Hier merkt man natürlich eine Männerdomäne, weil unsere Produkte auf dem Bau verarbeitet werden – aber das war für mich nie ein Problem, oder ein Nachteil.“
Auch Nadine Sonderegger hat ihre Arbeit nie primär durch diese Perspektive betrachtet.
„Ich war immer an Naturwissenschaften interessiert. Fächer wie Chemie habe ich nie wirklich als Männerdomäne wahrgenommen. In der Baustoffchemie mit den Anwendungsbereichen am Bau wird diese Männerdomäne zwar sichtbar, aber ich habe das kaum als Nachteil für mich erlebt.“
Lernen voneinander – im Alltag und in der Ausbildung
In der täglichen Zusammenarbeit spielt Vertrauen eine große Rolle. Für Giulia ist ihre Ausbildnerin eine wichtige Unterstützung.
„Nadine unterstützt mich immer sowohl in der Schule als auch in der Arbeit. Ich kann immer zu ihr kommen, wenn es Probleme gibt und ich Hilfe brauche.“
Auch Nadine blickt auf viele Jahre Erfahrung zurück, in denen sie sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen musste.
„Bei der Übernahme der Teamleitung vor 14 Jahren musste ich mich als jüngere Frau anfangs beweisen – in einer Gruppe von ausschließlich männlichen
Führungskräften.“
Gerade bei komplexen Projekten hat sie gelernt, wie wichtig unterschiedliche Perspektiven sind.
„Immer wieder begleiten mich schwierige Projekte über Jahre. Wichtig ist, dranzubleiben und unbedingt neue Sichtweisen von Kolleg/innen zu berücksichtigen.“
Gleichberechtigung im Arbeitsalltag
Sowohl Giulia als auch Nadine beschreiben das Miteinander im Arbeitsalltag als respektvoll und gleichberechtigt. Giulia erinnert sich, dass der Start in einem überwiegend männlichen Umfeld zunächst ungewohnt war.
„Am Anfang der Lehre war es ungewohnt, teilweise nur Männer um mich herum zu haben. Man hat sich vielleicht nicht getraut, etwas zu sagen. Mittlerweile kann ich sagen, dass ich mich sehr wohlfühle – egal ob Mann oder Frau, alle werden gleich respektiert.“
Auch Nadine sieht das Verhältnis im Unternehmen als ausgewogen.
„Innerhalb der Sika gibt es viele Frauen in technischen Berufen. Ich sehe das Verhältnis neutral – weder besondere Solidarität zwischen Frauen noch das Gegenteil.“
Trotzdem freut sie sich besonders über weiblichen Nachwuchs im technischen Bereich.
„Ich freue mich immer, wenn sich eine Frau für eine Lehrausbildung bei uns entscheidet oder ich eine neue Technikerin kennenlernen kann.“
Wünsche für die Zukunft
Zum Abschluss haben sich beide gegenseitig Wünsche für ihren weiteren Weg mitgegeben.
„Ich wünsche Nadine weiterhin viel Erfolg, Freude und Inspiration bei all ihren Projekten und, dass jeder Tag neue Chancen und gute Erfolge für sie bereithält“, sagt Giulia Eckert.
Nadine richtet ihren Blick auf Giulias nächsten wichtigen Schritt.
„Giulia wünsche ich viel Erfolg für die Lehrabschlussprüfung heuer und weiterhin viel Motivation, sich bei uns zu engagieren.“
Zum Weltfrauentag hat Nadine außerdem eine klare Botschaft für junge Frauen, die vor ihrer Berufswahl stehen:
"Wichtig ist, sich einen Beruf zu suchen, der Freude macht, Weiterbildungsmöglichkeiten bietet und abwechslungsreich ist. Mit mehr Frauen in technischen Berufen wird sich der Gender Pay Gap endlich verringern."
Und ihr Wunsch für die Zukunft:
"Hoffentlich wird es irgendwann nicht mehr nötig sein, von Männerdomänen in technischen Berufen zu sprechen – weil Frauen hier ganz selbstverständlich vertreten sind."
Zum Abschluss bedanken wir uns herzlich bei Giulia Eckert und Nadine Sonderegger für die persönlichen Einblicke in ihren Arbeitsalltag und ihre Erfahrungen im Labor. Der Internationale Frauentag erinnert daran, wie wichtig Chancengleichheit, Sichtbarkeit und Vielfalt in allen Berufsfeldern sind. Wir wünschen allen Frauen einen schönen Weltfrauentag und bedanken uns für ihren täglichen Beitrag – bei Sika und darüber hinaus.